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Automateneinschreibestempel


Automateneinschreibestempel dienten der Postautomation, um die umständliche Bearbeitung der Einschreibebriefe am Postschalter zu umgehen. Sie wurden, wie so oft bei Rationalisierungsmaßnahmen, zuerst in den Vereinigten Staaten von Amerika 1897 eingeführt, 1909 in Deutschland.

Der richtig frankierte Brief wurde in einem Automaten mit einem Einschreibe-Rahmenstempel gekennzeichnet, und ein Einlieferungsschein wurde als Bestätigung ausgeworfen. In Berlin, Postamt C2, wurde der erste Automat aufgestellt; andere Städte, wie Leipzig, folgten. Die Automaten wurden in den Jahren 1924/25 wegen zu geringer Nutzung aus dem Verkehr gezogen.

Die Abbildung zeigt einen Einschreibebrief aus Leipzig vom 29. Mai 1923, Einschreibe-Rahmenstempel in roter Farbe (Portoperiode 1.3. - 30.6: Briefporto bis 20 g: 100 M, Einschreibegebühr 80 M).